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Apr 02

Kartellamt prüft „Germany’s Gold“

„Germany’s Gold soll als zusätzliche Plattform Inhalte dauerhaft anbieten und über Werbung sowie kostenpflichtige Inhalte finanziert werden. Weitere Details wollen die Verantwortlichen noch nicht veröffentlichen. Schließlich müssen auch ARD und ZDF zunächst noch darauf hoffen, dass ihr Videoportal nicht vom Bundeskartellamt ausgebremst wird. Aus Sicht des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) ist das öffentlich-rechtlich initiierte Projekt aus medien-, kartell- und beihilferechtlicher Perspektive problematisch: Der VPRT warnt vor Kommerzialisierung und Quersubventionierung.

Die Mehrheit der Gesellschafteranteile an der neuen Online-Videothek wollen mit jeweils 33 Prozent ARD und ZDF über kommerziellen Tochterfirmen wie ZDF Enterprises, Global Screen und WDR Media Group halten. Mit 17 Prozent ist auch der frühere Kirch-Intimus Jan Mojto, Geschäftsführer und alleiniger Inhaber der TV-Produktionsgesellschaft EOS, mit dabei. Der Produzent verfügt über einen großen Teil von Kirchs legendären Filmbeständen. Die übrigen Gesellschafteranteile entfallen auf TV-Produzenten wie Brainpool, Ziegler Film, Schmidtz Katze, NdF und die NDR-Tochterfirma Studio Hamburg. Die Germany’s Gold GmbH wurde im April gegründet, hat bislang 17 Partner und will noch weitere gewinnen. Ob „Germany’s Gold“ von Berlin aus noch wie geplant Ende des Jahres mit dem neuen Video-on-Demand-Portal starten kann, ist derzeit unklar. Vorgesehen sind abrufbare Videodateien für Genres wie Film, Serie oder Dokumentation, aber auch Doku-Formate der Sparten Wissen, Ratgeber und Kinder.